Die Kapelle in Ruhlands

Patrozinium: St. Sebastian am 20. Januar

Am südlichen Ortseingang von Opfenbach steht in Ruhlands eine kleine Kapelle an der Staatsstraße. Sie ist dem Hl. Sebastian geweiht, das Patrozinium ist am 20. Januar.

Der Innenraum ist rechteckig, ca. 4,30 x 5,0m weit und bietet in sehr einfachen lackierten Holzbänken Platz für ca. 30 Personen. Der Altarraum ist halbrund ausgebildet, darüber befindet sich der Glockenturm. Über dem Eingang ist ein schlichtes Fachwerk, die Kapelle hat zwei Fensterachsen, das Dach ist ein einfaches Blechdach.

Die Kapelle wurde vermutlich im 30jährigen Krieg als Pestkapelle und Pestfriedhof verwendet. Im Jahre 1819 wurde die alte baufällige Kapelle durch die heutige ersetzt.

Die Ausstattung ist schlicht, der Altartisch ist eine einfache Mensa aus Holz, das Altarbild mit der Darstellung des Hl. Sebastian als Märtyrer soll eine einfache Bauernmalerei des 19.Jahrhunderts auf Leinwand sein. Auf der linken Seite steht die Madonna- Mutter Gottes mit Jesuskind und Zepter- um 1470 geschaffen vom Ruhlandser Schnitzer Johannes Rueland. Dieser Meister hatte in Wangen eine Werkstätte und schuf bedeutende Kunstwerke in der näheren und weiteren Umgebung.

Rechter Hand ist eine Figur des Hl. Ignatius- eine Bauernschnitzerei. Weitere Figuren sind der auferstandene Christus, am Chorbogen links eine Pieta und rechts der Hl. Wendelin. Beide auf Holz gemalt nach 1800.

Im Jahre 1983 renovierten die Ruhlandser in Eigenleistung ihre Kapelle innen und außen. So erstrahlt sie seither in neuem Glanze.

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