Ablauf der Messe – Gabenbereitung, Hochgebet und Wandlung

 

Mystagogische Katechese

Es wurde bereits angekündigt, dass im Laufe der Fastenzeit die verschiedenen Teile der Hl. Messe erklärt werden. Dies soll im Zuge der Kommunionvorbereitung erfolgen, aber auch den Gläubigen an sich, soll die Messe neu erklärt werden.
Am 3. Fastensonntag geht es um die Gabenbereitung, Hochgebet und  Wandlung:
Nach dem Wortgottesdienst, den wir jetzt gefeiert haben, geben wir wieder eine Anweisung über den folgenden Teil bis einschließlich der Wandlung. Jesus hat die Gaben von Brot und Wein, die damals als Grundnahrungsmittel galten, beim Letzten Abendmahl verwendet. Deshalb erfolgt zuerst die Gabenbereitung. Die Ministranten bringen die Gaben feierlich zum Altar. Dort empfängt der Priester mit Ehrfurcht die Gaben, die wir von Gott geschenkt bekommen haben. Er spricht den Lobpreis. Heute singen wir kein Lied, um die Gabenbereitung bewusst wahr zu nehmen. Während dessen wird die Kollekte eingesammelt. Das Volk ist eingeladen ein Teil Gott zu geben. Die Händewaschung schließt die Gabenbereitung ab. Der Priester soll nun innerlich befreit von Sünden sein, damit er das Opfer Christi würdig und rein darbringen kann. Nach dem Hochgebet stimmt die Gemeinde ein in das Sanktuslied. Es ist die Vorbereitung zum Höhepunkt der Hl. Messe. Mit den Engeln singen wir das Heilig-Lied. Vor der Wandlung ruft der Priester den Hl. Geist über die Gaben herab. Ich mache das immer bewusst mit dieser Handhaltung und mache das Kreuzzeichen über Brot und Wein, damit sie Leib und Blut Christi werden. Dies geschieht dann im Einzeln. Der Priester nimmt das Brot und spricht: „Nehmet und esset alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Bei der Hochhebung erfolgt die Wandlung. Was unseren Augen unsichtbar ist, können wir nur im Glauben erfassen. Aus Ehrfurcht macht der Priester anschließend eine Kniebeuge, die Gläubigen sollen sich bekreuzigen. Danach nimmt der Priester den Kelch und spricht: „Nehmet und trinket alle daraus. Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes. Mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Nach der Kniebeuge muss der Priester anerkennen und spricht: „Geheimnis des Glaubens.“ Es bleibt ein Geheimnis, das sich nicht bis ins Letzte erklären lässt. Das Volk antwortet: „Deinen Tod o Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir bis du kommst in Ewigkeit.“ Was sich nun vollzogen hat ist in der Vergangenheit, aber auch in der Gegenwart, im Hier und Jetzt geschehen, indem er seine Liebe immer wieder aufs Neue uns schenkt und auch in Zukunft wenn er wiederkommt. Heute bewusst eine längere Katechese, gehen wir es an und lassen das Geschehen auf uns wirken.